Sensitivitytrainings

Was ist ein Sensitivitytraining?

Ein Sensitivitytraining ist ein mindestens fünftägiges Seminar für Personen, die mehr über sich und ihr Verhalten in Beziehungen zu anderen Menschen lernen wollen. Trainiert wird

  • die Aufmerksamkeit für die eigenen inneren Prozesse,
  • die Wahrnehmung für andere Personen und
  • der Blick auf die Dynamik in Gruppen.

Beim Sensitivitytraining handelt es sich um einen Gruppenprozess, der von der Gruppe weitgehend selbst gesteuert wird. Im Ankommen, Kennenlernen, Aushandeln unterschiedlicher Vorstellungen und Wünsche handeln die Teilnehmenden einer Gruppe immer für die eigenen Interessen - und zugleich in Abstimmung mit oder Reaktion auf andere Interessen. Wer diesen Prozess bewusst erlebt und reflektiert, wird im Sensitivitytraining genau jenen Themen und Stolperstellen begegnen, die er auch aus dem beruflichen Alltag kennt. Es geht um Kooperation und Konkurrenz, um Macht und Einfluss, um Zugehörigkeit und Individualität, Nähe und Distanz, eigene Autonomie und Auseinandersetzung mit Autorität. Der Bezugspunkt in dieser Lernform ist der „Faktor Mensch“ und die Entfaltung seiner Gestaltungsmöglichkeiten.

Weil es sich um einen selbst gesteuerten Prozess handelt, der zugleich aktives Handeln – Aktion – erfordert, wie auch Erforschen des Geschehens – Reflexion –, bietet diese Arbeitsweise ein Höchstmaß an Möglichkeit für direktes Feedback. Die Teilnehmenden absolvieren nicht vorgegebene Übungen, sondern sie gestalten eigenständig einen Prozess, in dem sie ihre eigenen Ziele einbringen und alle Möglichkeiten nutzen können, ein für sich selbst und für die Gruppen befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Wie gut das gelingt oder nicht, das kann jederzeit Gegenstand der Diskussion sein.

Zusätzlich bieten wir im Sensitivitytraining geschützte kleinere Arbeitsformate an, in denen jede Person ihr individuelles Verhalten reflektieren, die Hintergründe erforschen und neue Ziele oder Vorgehensweisen für den nächsten Tag planen kann.

So entsteht ein Prozess intensiver Selbstüberprüfung und ein Experimentierfeld zur Einübung neuer und angemessenerer Verhaltensweisen. Zusätzlich wächst das Verständnis für Verhaltensweisen anderer Menschen und für die komplexe Dynamik von Gruppenprozessen.


Wofür ist ein Sensitivitytraining gut?

Ein Sensitivitytraining hat eine ausgesprochen intensive und nachhaltige Wirkung. Die Teilnahme an diesem Training

  • hilft Ihnen, das Bild von sich selbst zu überprüfen,
  • gibt Ihnen Klarheit über Ihre Wirkung auf andere Menschen und auf Gruppen,
  • vermittelt Ihnen einen klaren Blick auf die Geschehnisse in Gruppen,
  • ermutigt Sie, neue Verhaltensweisen auszuprobieren,
  • stärkt das Bewusstsein für Ihre Stärken,
  • zeigt Ihnen neue Lösungsmöglichkeiten in Konflikten,
  • verbessert Ihr Verständnis für die – unsichtbaren – Strukturen und Mechanismen in Gruppen,
  • macht Sie handlungsfähiger in kritischen Situationen,
  • ermutigt Sie, kritische Themen in zwischenmenschlichen Beziehungen anzusprechen.

Was wir Ihnen nicht bieten:

  • ein Format, in dem Sie ausschließlich konsumieren können,
  • lange Theorie-Inputs,
  • Tipps und Tricks, die immer passen,
  • einen durchweg konfliktfreien Gruppenprozess.

Sie werden im Sensitivity-Training nicht nur erkennen, was eine Gruppe ausmacht und welche Rolle Sie selbst dabei spielen, sondern dies in einem dichten Gruppenprozess erleben. Deshalb ist diese Arbeitsweise so realitätsgerecht und so wirkungsvoll.

Unsere nächsten Sensitivity-Trainings: